Vanha - Black Lion
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interessante deutschsprächigen Foren 
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Ich habe festgestellt, dass das auch sehr damit zusammenhängt, wo man lebt und in welchen Kreisen man sich bewegt. Hier im Norden ist es völlig anders als im Münsterland, wo ich aufgewachsen bin - dort gab es "zu meiner Zeit" so gut wie gar keine Leute, die sich für Metal oder allgemein Underground-Musik interessiert haben, allenfalls eben die ewige Flut an Emo- und Metalcore-Fans. Hier hingegen rennen Unmengen an vollkommen klischeekonformen Black Metal-Typen rum. (Ob die eine oder andere Variante jetzt besser ist, darüber kann man sich wohl streiten.) Wobei sich das im Münsterland inzwischen auch etwas geändert zu haben scheint - vor zwei Jahren oder so kam mir auf der Straße ein Typ im Opeth-Shirt entgegen, ich wäre womöglich vom Glauben abgefallen, wenn ich je einen gehabt hätte.

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Tue Jun 12, 2012 9:51 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Ich denke eher es leigt an der Zeit und nicht an den Orten..->meine erfahrung

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Fri Jun 15, 2012 9:19 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Sicher, es ändert sich im Laufe der Zeit auch einiges (siehe Opeth-Shirt), trotzdem nehme ich aber noch große Unterschiede zwischen hier und dort wahr. Und wenn man dann z.B. in Leipzig unterwegs ist, sieht es schon wieder ganz anders aus. Interessanterweise scheint es durchaus so etwas wie regionale Schwerpunkte zu geben.

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Sun Jun 17, 2012 10:40 am
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

naja..ich kann eben nur sagen wie es bei mir ist(nahe frankfurt)

obwohl deutschland generell eine metal hochburg ist...

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I HERD U LIEK MUDKIPZ


Sun Jun 17, 2012 2:19 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Ist es das? Habe ich bislang ganz entschieden nicht so empfunden, aber das liegt vielleicht daran, dass meine Hörschwerpunkte ganz andere sind als die der Allgemeinheit. Festivals gibt es hier sicher genug, wenn man es denn daran messen will. Aber ich hätte Schwierigkeiten, auch nur eine einzige zeitgenössische deutsche Metal-Band zu finden, die mich begeistern kann... OK, spontan fällt mir ColdWorld ein.

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Sun Jun 17, 2012 2:57 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

klar..

wie gesagt..festivals, bands wie accept, die scorpions(falls man sie zu "metal" zählen will) oder im doom bereich ahab. ich würd jetzt mal einfach so behaupten, dass nur die skandinavischen länder und britannien uns übertreffen...

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Sun Jun 17, 2012 3:27 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Naja, an bekannteren Doom-Bands gibt es hierzulande meines Wissens nur Ahab und Ophis, die ich beide vollkommen überbewertet und teils geradezu nervig finde. Einfluss auf die Doom-Szene kann ich aus diesem Land keinen wahrnehmen. Kein Vergleich zu GB, Finnland oder USA. Was andere Genres angeht, mag das anders sein, True/Power Metal und so'n Kram ist hier ja ganz groß. Aber wirklich beurteilen kann ich nicht, wie es im Vergleich zu anderen Ländern aussieht, da mich diese Genres einfach nicht interessieren.

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Sun Jun 17, 2012 4:38 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

ja..doom metal ist hier wirklich nicht groß, aber eben die power metal szene blüht auf... ich bin selber nicht so einer dieser "happy Dragon Slayer" Power metal fans, aber es gibt ja zum glück noch 'ne andre art^^

vor allem ist aber auch mittelalter rock/ pagan metal groß in DE...

vielleicht sollte man auf jeden fall noch BSON oder Omega Massif erwähnen..obwohl wirklich bekannt sind die ja auch wieder nicht

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Sun Jun 17, 2012 5:10 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Letztere kenne ich beide kaum, habe mich nie näher damit befasst, da ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass sie mich stilistisch eher nicht ansprechen dürften, aber ich höre noch mal rein. Was Mittelalter-Gedöns angeht, hast du sicher recht.

Für mich ist "Songs of Moors and Misty Fields" von Empyrium so ziemlich die Quintessenz von Atmospheric Doom, auch wenn die Band aus für mich nach wie vor nicht nachvollziehbaren Gründen nicht in unserer Bandlist aufgeführt ist. Immerhin ein Klassiker des Genres aus deutschen Landen, wenn auch offenbar von niemandem außer mir als solcher betrachtet.

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Sun Jun 17, 2012 5:25 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

also Black Shape of Nexus kann ich auf jeden Fall empfehlen..Omega Massif ist auch eher Geschmackssache.

"Gedöns"?
Hmm..also Bands wie Falkenbach sollte man auf jeden Fall mal gehört haben (...When Gjallarhorn will Sound)

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Band gar nicht kenne. also gehört habe ich schon von ihr, aber nie ein song gehört ;)

Muss ich nachholen!!!

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Sun Jun 17, 2012 5:29 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

http://www.youtube.com/watch?v=A8fkOBXF6f4
Also, wenn das ab 0:32 kein Doom ist, lasse ich mein nächstes Album von Dieter Bohlen produzieren... (Keine Ahnung was diese lächerlichen Bilder im Video sollen, es geht hier nur um die Musik. :;):)

Ebenso hier, 1:57 (nur als ganz eindeutige Beispielparts):
http://www.youtube.com/watch?v=5_VNAmmlsAo

Neben besagtem Album ist m.E. vor allem das Abschlusswerk "Weiland" zu empfehlen, mein Anspieltipp wäre "Die Schwäne im Schilf", absolut eerie - ein Klassiker! Aber das Album ist durchweg phantastisch.

Sorry wegen dem Gedöns, ich kann meist mit solchen Bands nicht sonderlich viel anfangen, habe auch zu diesen Themenkomplexen einfach keinen Bezug. Danke aber für den Falkenbach-Anspieltipp, werde ich mir mal zu Gemüte führen. Irgendwann habe ich sogar mal was von denen gehört, aber das ist nicht hängengeblieben, ist auch schon ewige Jahre her.

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Sun Jun 17, 2012 7:20 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

danke für diene tipps...hört sich vielversprechend an...

naja..wobei pagan metal auch oft zur billigen party-"alles ist gut"-sauf und schunkel musik verkommt, zum glück giobt es (wie eben im power metal) noch die anderen :D

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Mon Jun 18, 2012 1:48 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Es hat wenig mit dem Ort zu tun, sondern eher mit der Zeit, wie der Kollege Rutz schon sagte. Die Musik als Protestart ist einfach out, und es betrifft nicht nur Doom oder sogar Rock-Musik. Was denkt ihr, warum die TV-Musiksender ihren Format in den letzten Jahren so radikal geändert haben (nicht mal bei der pop-Musik stimmen die Zuschauerquoten, deshalb werden bei VIVA oder MTV Sitcoms und Spongebob ausgestrahlt), und das weltweit. Die Musik als Mittel zur Selbstverwirklichung ist für die Jugend uninteressant geworden. Klar, es gibt neue Bands, aber die Antwort auf die Frage, warum sie sich entschieden haben ihre Musik zu machen ist nun eine ganz andere. Vielleicht kommen die Enttäuschungen gerade deshalb, weil man auch andere Zeiten kennt. Und weil man erwartet, dass es ewig so läuft, wie "damals"...

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Tue Jun 19, 2012 10:24 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Oh, dich hat man hier ja ewig nicht mehr gesehen! Alles in Ordnung soweit? :) Bist du noch musikalisch aktiv?

Du hast natürlich recht, was die Veränderung der allgemeinen Mentalität angeht. Wie ich oben schon geschrieben habe, sind meiner Meinung und Erfahrung nach sowohl Zeit als auch Ort relevante Faktoren - welcher von beiden nun die größere Rolle spielt, sei dahingestellt. Darüber hinaus stehen sie natürlich auch in einer Wechselwirkung. Es ist jedenfalls sicher kein Zufall, dass häufig bestimmte Genres oder Ausprägungen innerhalb von Genres mit bestimmten Ländern oder Gegenden assoziiert sind.

Mich würde interessieren, wo du die Veränderung in Bezug auf die Motivation zum Musikmachen siehst. Hier kann ich dir noch nicht ganz folgen. Ich für meinen Teil muss im Übrigen gestehen, dass ich kaum "andere Zeiten" kenne. Wie sich die Musiksender weiterentwickelt haben, habe ich seit Langem nicht mehr mitverfolgt, und ich denke, zu der Zeit als mein intensiveres Musikinteresse aufgekommen ist, war die von dir geschilderte Entwicklung bereits relativ weit fortgeschritten. Ich bin ja ein ziemlicher "Spätzünder" gewesen und habe kaum etwas zur Zeit der Entstehung mitverfolgen können.

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Wed Jun 20, 2012 9:14 am
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Hi! Hmm... Die Bekloppten, die ihre Musikinstrumente ständig quälen müssen und ihre Seelensorgen in Melodien umwandeln gibt es heutzutage nicht weniger, als früher (ja, bei mir soweit alles in Ordnung, musikalisch bin ich immer nocht aktiv, in virtueller Welt aber kaum noch present, bin ein seltener Besucher hier), es geht um die Wahrnehmung dieser Musik seitens des Hörers, und zu den Hörern zähle ich auch die Bandmitglieder, die sich vom einzigen Bekloppten in der Band inspirieren lassen. Rein mathematisch ist Musik nichts anderes als eine Sammlung von Gleichungen, die dann bei den praktischen Umsetzung eine emotionelle Reaktion im Gehirn des Hörers verursacht. Wie intensiv diese Reaktion ist und in welche Richtung sie geht hängt stark von der Fantasie des Menschen ab, ohne Fantasie wird die Musik nichts anderes als rhytmischer Lärm sein. Und wenn die Fantasie nicht gefordert und stimuliert wird, wird auch die emotionelle Reaktion auf die Musik geschwächt. Die Fantasie selbst ist aber ein Denkprozess, und ob man selbstständig zu denken in der Lage ist entscheiden die Aussenfaktoren. Wenn alle Entscheidungen von Werbung, Medien und Politiker getroffen werden, verliert man die Gabe zu denken, glaube ich. Und so intensiv wie heute war die Hirnwäsche meiner Meinung nach noch nie. Das ganze hat zusätzlich noch einen Effekt: was glaubst du, wieviel Bands ihre Musik aufgeben werden, wenn sie mal merken sollten, dass keiner ihre Musik hören will? So sind schon mehrere Musikrichtungen ausgestorben, und das hat nichts mit der Weiterentwicklung oder einem Progress zu tun (denn zeig mir mal eine Doom-Band, die musikalisch und spieltechnisch so viel drauf hätte, wie, sagen, wir, die deutsche Band Anyone's Daughter, die in den 80-ger für Furore sorgte - kein Schwein will heutzutage sowas spielen).
Klar, es werden auch in der Zukunft Metal-Fests geben, und zehntausende Fans werden dabei sein, es geht aber mehr um das Konsumieren und Feiern. Es ist eine Sackgasse. Und wie lange das noch "gut" geht hängt nicht mehr von Träumen und Hoffnungen der wenigen kreativen Menschen, sondern von der Stimmung der Konsumentenmasse.
(ich hoffe, auf einem Doom-Forum darf ich ein bisschen nihilistisch sein)

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Thu Jun 21, 2012 12:48 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

d.mimøsa wrote:
Neben besagtem Album ist m.E. vor allem das Abschlusswerk "Weiland" zu empfehlen, mein Anspieltipp wäre "Die Schwäne im Schilf", absolut eerie - ein Klassiker! Aber das Album ist durchweg phantastisch.


"Die Schwäne im Schilf" ist ein echt geniales Lied, muss ich mal wieder hören, aber ansonsten finde ich die "Weiland" nicht so gut. Ich mag "A Wintersunset" sehr. Den "Opern-Gesang" auf den späteren Alben finde ich nicht so toll.

Aber ich wollte noch etwas zu der Diskussion hinsichtlich der Foren beitragen. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass es auf Musik-Foren so vor 10 Jahren mehr um Inhalte ging. Heutzutage wird mal ein Pseudo-Thread gestartet, in dem irgendein Album/Song oder ähnliches diskutiert werden soll, aber letztlich treiben sich viele User in vielen Foren dann doch nur wieder in diesen nervigen Spiele-Threads herum. Vor ungefähr 10 Jahren war man einfach superfroh, mal "Gleichgesinnte" zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen, sich vielleicht mal kennenzulernen. Vielleicht ist inzwischen schon alles gesagt, alles durchdiskutiert? Ich weiß es nicht. Ich finde es schade, dass auch im Musikbereich alles irgendwie oberflächlicher geworden ist.

Als Teenager habe ich mich übrigens sehr über meine Musik definiert, Metal-Shirts getragen etc. Mache ich heute nur noch selten und man käme wahrscheinlich auch nicht auf die Idee, dass ich solche Musik höre, weil ich heutzutage solche "Zugehörigkeitszeichen" so gut wie nie trage. Ich höre heute ja auch ganz viel anderen Kram, ähnlich wie d.mimøsa. Ich würde schon ab und an mal gerne Menschen treffen, mit ihnen gute Musik hören und mich mit ihnen austauschen. Aber auch nicht zu oft! :D

Ist eigentlich jemand bei last.fm? War da vor Jahren schon mal, habe mich da jetzt mal wieder neu angemeldet, obwohl ich nur selten scrobble. Wäre aber interessant zu wissen.


Sun Feb 03, 2013 5:22 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Danke für deinen absolut treffenden Beitrag, ich kann dir nur voll und ganz zustimmen! Deine Beobachtungen zur Entwicklung musikbezogener Foren ist sicher zutreffend, ich nehme es ebenso wahr und bin zunehmend frustriert vom Forenbetrieb, sodass ich mich auch kaum noch an selbigem beteilige, egal auf welchen Foren. Klar, vieles ist schon gesagt und ausdiskutiert worden und auf den meisten Foren gibt es in relativ regelmäßigen Abständen dann eine Art Generationenwechsel, daraufhin geht dann alles wieder von vorne los und dieselben alten Diskussionen müssen neu geführt werden. Als Alteingesessener kommt man sich da schnell verloren vor. Aber die Diskussionen werden heute auch einerseits weniger fruchtbar und interessant, andererseits auch weniger respektvoll geführt, habe ich den Eindruck. Im Grunde dreht sich doch alles im Kreis und am Ende hat man das Gefühl, seine Zeit verschwendet zu haben. Gerade dieses Identifikationsgefühl, von dem du sprichst, diese vage Zusammengehörigkeit, die Freude darüber, Gleichgesinnte zu treffen und sich auf Augenhöhe über die Dinge austauschen zu können, die einem wichtig sind, für die sich aber im täglichen Umfeld sonst keiner interessiert, all das fehlt mir heutzutage total, ich nehme es im Forenbetrieb schlicht kaum noch wahr. Vor einigen Jahren passierte es z.B. durchaus gelegentlich, dass einem auch mal Leute einfach so PMs schickten, um ein interessantes Gespräch lieber privat zu vertiefen etc., auf dem Wege entstanden neue Kontakte, all das habe ich aber nun schon seit Jahren nicht mehr erlebt.

Klar wäre ein unmittelbarer Austausch mit anderen Musikbegeisterten mal nett, wie du sagst, aber heutzutage habe ich noch weniger Ahnung als früher, wo man solche Leute noch auftun soll - Foren scheinen jedenfalls nicht (mehr) der richtige Ausgangspunkt dafür zu sein. Nicht zu oft? Sehe ich genauso! Musik ist und bleibt für mich letztlich eine sehr persönliche, emotionale Sache, und mit wachsendem Alter wird man ja eher immer eigenbrötlerischer und schützt dieses ureigene Gut, ganz so als wäre es gleich kontaminiert, wenn man mal jemandem Einblick gewährt. :D

Konzerte oder andere musikbezogene Veranstaltungen besuche ich ohnehin kaum, und gerade auf Metalkonzerten nervt mich ehrlich gesagt die überwiegende Klientel zunehmend, meine Identifikation mit der "Szene" hat schon lange ihren Nullpunkt erreicht. So trage ich dann auch Bandshirts inzwischen eher ungern, gerade solche, die klar als Metalshirts zu erkennen sind, denn der Durchschnittsbürger ordnet einen doch sofort kategorisch als "Metaller" ein, ob das jetzt Doom oder sonstwas ist erkennt der Uneingeweihte nicht und kann da auch gar nicht näher unterscheiden - so habe ich dann auch ein wachsendes Bedürfnis, mich von diesen Klischees eher abzugrenzen. Spaßig finde ich es wiederum, auf Konzerten Shirts von völlig genrefremden Bands zu tragen. :;):

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Sun Feb 03, 2013 6:38 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Ja, das mit den PMs stimmt. Und auf viele Konzerte gehe ich auch nicht, vor allem was Metal betrifft. Ich kann mich mit der Szene meist ebenfalls nicht identifizieren. Manchmal fuehle ich mich schon jetzt wie meine Oma: "Frueher war alles besser." ;)


Mon Feb 04, 2013 8:33 pm
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

d.mimøsa wrote:
und mit wachsendem Alter wird man ja eher immer eigenbrötlerischer und schützt dieses ureigene Gut, ganz so als wäre es gleich kontaminiert, wenn man mal jemandem Einblick gewährt. :D




Das ist merkwürdig: ich dachte wie du als ich viel junger war: ich wollte nicht über meine lieblingsmusik oder -bücher mit den Anderen sprechen, als ich betrachtete das als ein unerträgliches Eindringen in die Privatsphäre. Für mich waren die Anderen nicht würdig, meine Mitteilung zu bekommen.

Im Rückblick, finde ich diese auf eine komplete Unsicherheit hindeutende Haltung ganz dumm. Mein Selbstbewußtsein hat mit dem Alter erstarken, glücklicherweise.

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Tue Feb 05, 2013 6:44 am
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Post Re: interessante deutschsprächigen Foren

Nein, so war es ganz sicher nicht gemeint, es geht mir keineswegs darum, dass die anderen nicht "würdig" wären, Einblick in mein Interesse zu bekommen - vielmehr habe ich oft das Gefühl, dass jeder Versuch, mich ihnen mitzuteilen, an ihnen abprallt und sie gar nicht richtig wertschätzen oder nachvollziehen können, was bestimmte Musik (oder auch Bücher, Filme etc.) für mich bedeutet. Da ich eine so emotionale Bindung zu diesen Dingen habe, fühle ich mich gleich als Person abgelehnt, wenn jemand damit nichts anfangen kann, was natürlich völlig neurotisch ist, das weiß ich selbst. Auf der anderen Seite lenkt mich die Anwesenheit eines anderen Menschen dann auch so sehr ab, dass die Musik gar nicht mehr richtig zu mir durchdringt, wenn ich sie dann mal jemandem vorspiele (was sowieso so gut wie nie vorkommt). Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Okay, momentan genau eine. :;):

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Tue Feb 05, 2013 9:47 am
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